Tag 20: La Grave bis St. Jean de Marienne

Die Probleme häufen sich gerade. jetzt haben wir etabliert, dass Thomas Bremsen nur nervig sind aber nicht lebensgefährlich dafür stürzt der Clemens ab. Kurz nach unserer Abfahrt von La Grave hats so ausgesehen als würde er uns vor den Supermarkt kotzen bei dem wir für die Alp de Huez aufgetankt haben. Irgendwann hat das Paspertin dann gewirkt zum Glück, war die vorletzte Tablette, bei unserer belasteten Ernährung eindeutig das wertvollste Medikament.

Die Routenplanung wird auch immer verwirrter

Währenddessen durfte ich an der Kassa den Zusammenstoß zweier Kulturen mitverfolgen. Eine Kundin vor mir, Strichcode von Joghurt oder was ähnlich grauslichen wird nicht erkannt. Wird oft probiert, es piept aber einfach nicht. Die Kassiererin ruft daraufhin irgendwen aus. An der Kassa nebenan räumt eine andere Dame seelenruhig ihre Kassa ein und aus. Die Franzosen sind gut unterhalten in einer derartigen Situation, ich warte, hab aber keinen Stress. Das ältere Pärchen hinter mir, zwei Deutsche, haben offensichtlich einen wichtigen Termin hier im Alpendorf zu dem sie zehn Flaschen Wein und Cola mitbringen müssen. Er zappelt herum und debattiert mit sich selbst was da so lang dauert und ob die da drüben jetzt eine zweite Kassa aufmacht oder “wos do jetzt mocht!” (Bayern). Der Mann schimpft wirklich lustig, mein Lächeln wird aber nicht erwidert, seine Frau schaut mich ganz böse an. Nach einer Ewigkeit kommt die zweite Kassiererin zur ersten, zieht einen Strichcode und es geht weiter. Die Kassiererin verabschiedet sich mit einem Lächeln woraufhin der Mann hinter mir seine bösen Frau erzählt, dass die Kassiererin ihn jetzt auch noch blöd angegrinst hat. Meine Bankomatkarte hat dann als ich an der Reihe war leider wieder einmal funktioniert, ich hätte zu gern gesehen wie’s dem Typen dann endgültig den Vogel raushaut wegen so einer Sinnlosigkeit.

Ok Clemens hat sich stabilisiert und wir fahren unserem ersten Anstieg der Alp de Huez entgegen, insgesamt 3500 HM sind heute geplant. Warum macht man sowas eigentlich? Die Alp de Huez war früher anscheinend nur ein Skigebiet und im Sommer war wenig los. Die Verantwortlichen haben dann die Tour de France dazu gebracht dort eine Etappe einzulegen dafür dürfen alle umsonst in den Hotels übernachten. Jetzt dürfte der Berg eine Art Fixpunkt der Tour sein und jeder Amateur will im Sommer auch raufkraxln. Deswegen müssen wir dort auch hin.

Zehnte von 21 Serpentinen
jede beschriftet und ein Radfahrer verewigt
Tausende LKWs
Von mittel-oben
Bald kommen die echten Radfahrer
Skigebiet im Sommer mit Pool
und Flugplatz!
Und ein bisschen weiter oben ..
.. eine Gravel Strecke..
.. zum Plumpsklo am Col de la Sarenne

Oben auf der Alp hat der Clemens sogar schon wieder trocken gegessen, Thomas und ich haben das Menü 1 Baguette mit Roquefort im Supermarkt bestellt.

Kleiner Zwischenpass Col de la Confession
Mit gutem Blick auf den Supermarkt

Danach alles wieder runter und wieder rauf zum Pass des eisernen Kreuzes oder so.

“No Service”. Kann nicht Musik hören, muss mich mit mir selbst beschäftigen
Ich weiß nicht wieviel Stauseen die haben, es müssen hunderte sein
irgendwo da hinten oben muss es sein
es kann nicht mehr weit sein da is schon eine Bar
Col de la Croix de Fer
“Warum muss ich auf diesen Sautrip mit, es is voi hass do!” – Kristinas Trinkflasche
Und jetzt 30km bergab. YES
“Wir lassen die Weihnachtsdeko gleich drauf, sind ja nicht die Alp de Huez!”
Frisch asphaltiert für die Tour vermutlich, eine herrliche Abfahrt
Tagesziel St. Jean de Maurienne
“OK wir sind da”
Ja wir wohnen wirklich da drin
Parkplatz 1
Parkplatz 2
Werkstatt mit Spezialisierung Scheibenbremsen

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