Wir haben alle schlecht geschlafen im Refuge Napoleon, keine Ahnung ob das am historischen Spirit oder am Abendessen (Burger, Spaghetti Carbonara, Steak) oder den schlechten Betten gelegen hat.

Geschlafen haben wir ja quasi am Berg kurz nach dem Col de Vars. Nach der Abfahrt waren eigentlich nur zwei Pässe am Plan, Izoard und Lautaret, mäßig Höhenmeter.


Am Fuße des Izoard wurde das tägliche Scheibenbremsen Drama abgehandelt. Laut Profi ist die Scheibe verbogen, er hat sowas nicht, in Briancon sollen wir uns eine neue kaufen und montieren lassen.

















In Briancon hat uns die Sonne mehr erschlagen als sonst. Thomas versucht herauszufinden wieviele Kilometer dieser leidende Haufen heute noch schafft und ob es dort eine Unterkunft gibt, Clemens “ja, freuen tuts mich nicht mehr aber könn ma machen”, und ich wollte nicht mehr reden und einfach nur weg oder in den Fluss hupfen. Fragende Gesichter, Diskussionen ohne klaren Ausgang. Im Endeffekt haben wir die Route zum Glück gekürzt und sind anscheinend entlang einer TDF Etappe gegen den Wind zu unserem zweiten Pass aufgebrochen.


Diskussionen über Windschatten fahren haben wir auch viele aber da stehe ich mit meiner Meinung alleine da. Vorgeschlagen wird zB bergab im Windschatten zu fahren. Ja das will ich sehen! Der Thomas fährt sehr sicher und bremst so viel dass die Scheiben hin sind, ich hör bei 60km/h auf und der Clemens versteckt sich so gut hinterm Lenker ohne Angst vor irgendwas sodass er mit mindestens 70km/h an mir vorbeibrettert – ideales Team um bergab im Windschatten zu fahren! Und bergauf bringts bei diesen Steigungen einfach nix mehr, wir sind ja nicht im Weinviertel. In unserem erbärmlichen Zustand haben wir es dann doch geschafft gegen den Wind einen Rennrad-Opi zu überholen (“der war sicher 80!”). Irgendwann komm ich dann drauf, dass der Typ mit uns fährt und mir nicht nur hinten am Reifen klebt sondern ein halbes Fahrrad neben mir fährt. “Oida Geri das macht man so, ihr müssts versetzt fahren wegen dem Wind, ihr kennts euch überhaupt nicht aus. Geht’s amal Bahnfahren, dort lernt man Bike handling!” – Clemens. Ich hab die Gruppe dann verlassen und bin mit meinen letzten Energien den Berg alleine rauf.











