“Oida ich sags euch die chicken breast in dem Burger gestern war auch nicht wirklich tender!” resümiert der Clemens das Abendessen. Tours war nach Freiburg endlich wieder eine richtig belebte Stadt mit mehr als einem Restaurant und Bars die nicht schließen lange bevor wir ankommen. In Frankreich durchs Hinterland radeln klingt schön, idyllisch, nach Baguette, gutem Essen und Wein. In Wahrheit ist das ganz anders. Mit gutem Essen ist es nach dem Frühstück vorbei, die Boulangerien sind dann bis 17 Uhr geschlossen. Zu mittag essen wir meist aus dem Supermarkt.

Wenn man sich darüber hinaus an den Anblick von Chateaus gewöhnt hat bleiben ein paar Brücken und reihenweise verlassene Ortschaften über. In den Dörfern wo wir übernachten gibt’s dann 2-3 Restaurants, von denen sind zwei schon geschlossen wenn wir ankommen und im dritten ist der Koch auf Urlaub. Wenn man fragt ob es hier vielleicht Uber Eats gibt wird man ausgelacht. Ok ich schreibe das hier gerade relativ grantig am Tag 7 weil wir nach einer Stunde Restaurant suchen und einer Ewigkeit herumtelefonieren (inklusive mit einem Inder der gerade COVID hat) soeben eine Pizza aus einem Automaten gegessen haben weil es in diesem Kaff sonst nichts gibt. Dafür bin ich nach Frankreich gekommen, Supermärkte und Pizza mit Honig oder gleich aus dem Automaten?

Tours und unser schönes Zimmer im Hilton haben wir also leider verlassen. In einem einem Versuch die Beine schneller zu erholen haben wir endlich Proteinpulver in einem Bioladen gefunden. Das Zeug schaut aus wie Heroin und wir habens auch in Plastiksackerl umgefüllt. Jedes mal ein grandioses Bild wenn wir das beim Abendessen auspacken.



Nach 60km war auch endlich der Loire Radweg aus. Circa zur selben Zeit haben wir die ersten 1000km und damit das erste Drittel unserer Tour abgeschlossen.

Damit sind wir auf dem Teil 2 von 3 unterwegs und sind soweit ich das sehe in der Region Novelle Aquitaine unterwegs. Es wird leicht hügelig, bisschen rauf bisschen runter, aber noch keine Berge. Wir haben noch circa 2-3 Tage in diesem Stil vor uns und dann kommt das erste Monster, der Mount Ventoux.





Mit unserer Unterkunft in der Pampa haben wir es diesmal zur Ausnahme gut (aber teuer) erwischt.





