Tag 5 – Saint Fargeau bis Tours

Den heutigen Tag haben wir im Loire Tal verbracht. Die Loire ist ein Fluss an dem ganz viele Frösche quaken. Für den Einstieg sind wir über eine Brücke über die Loire gefahren die selbst auch Wasser trägt. Keine Ahnung ob sich sowas ökonomisch auszahlt, aber schaut gut aus.

Bisher sind wir fast immer gegen den Wind gefahren, an der Loir aber bergab und mit Rückenwind circa 200km dahin. Der 30er Schnitt ist sich knapp nicht ausgegangen. Morgen dann. Zwischendrin ist dem Clemens vor dem Chateau in Gien das Schaltseil gerissen.

Wer hat denn da völlig unnedig ein Ersatzseil mit?

Chateaus gibt es hier tausende, das hier dürfte ein besonders gutes sein, hat 4,5 Sterne auf Google Maps.

iPhone SE2
Samsung Galaxy (S21?)

Es folgen noch ganz viele Chateaus und Brücken und die immerselbe Ansicht von Thomas Hintern, Clemens Hintern und meinem Fahrrad Computer.

Ich bins, Van Gogh

Mittagspause haben wir in Orleans gemacht. Mein Umstieg auf echtes Essen wird nicht goutiert – “du willst JETZT ein Baguette essen Geri?”. War definitiv eine gute Idee, dieser Müsliriegelschas tut mir nicht gut, sieht man auch an meiner Herzfrequenz.

Orleans ist eine schöne Stadt, wäre einmal kein so ein Kaff in dem wir sonst immer übernachten. Auch sehr sympathisch hat sich der Kellner im Café massiv zu unseren Gunsten verrechnet.

Drei Espresso, ein Cola und Tiramisu: 8 Euro

Mit unseren Unterkünften haben wir ja eher wenig Glück. Diesmal stehen wir nach 225km in Tours und der Airbnb Typ macht nicht auf, schreibt nicht zurück, hebt nicht ab. Nicht alle waren so entnervt wie ich aber es hat gereicht die Gruppe zu einem Zimmer im lokalen Hilton zu überreden.

Fenster kann man nicht öffnen 😱

Gruppendynamisch funktionierts sehr gut. Es wirkt auf mich so als würde der Clemens als Mediator zwischen Thomas und mir fungieren. Er hat gestern sicher mit sich selbst gekämpft im Rahmen der Knie-Episode. Wenn man so viel Zeit am Fahrrad verbringt und auf einmal geht’s schmerzbedingt nicht mehr bekommt man eine Identitätskrise. Das kann ich gut verstehen. Die Waage hält er im Team, glaube ich, weil er genauso relaxed ist wie ich bin wenns um aufstehen und stressfreien Alltag geht, versorgt aber auch Thomas’ regelmäßige Sicherheitswahnanfälle.

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