Tag 1 – Bregenz bis Freiburg

Der Clemens ist echt ein bisschen ein Phänomen, fährt uns voll um die Ohren, mit einem Alurad das vermutlich so viel kostet wie meine fancy Pedale mit Wattmesser die nach zwei Stunden keinen Strom mehr gehabt haben. Sein Helm ist ein ausgemustertes Teil von einem ex Profi (“da pickt noch der Staub vom Paris Roubaix Rennen drin”). Und er verblast uns trotzdem. In 20 Jahren bin ich dann der Typ der sich einmal in der Woche mit Gin tonic Bauch und sauteurem Equipment aufs 12 000 Euro Rad schwingt und am Weg zum dritten Frühstück den Radweg mit 20km/h blockiert.

Zum Auftakt sind wir gleich ein paar Minuten Vollgas in die falsche Richtung weil ein Fahrradcomputer mit großem Farbdisplay anscheinend keine Garantie ist dass man einen rechts- von einem links-Pfeil unterscheiden kann. Ich glaub ich brauch einen audio guide.

Sonst war der Fahrradweg um den Bodensee sehr gut besucht. Die Ebike-Last ist hier deutlich größer als am Donauradweg, und alle sehr empfindlich, Kommentare wie “Fahrrad Rowdies” und “Achtung die Tour de France muss durch!” haben wir ignoriert, trotzdem den 30er Schnitt nicht geschafft.

Keine Ahnung wer hier für die Navigation verantwortlich war

Nach und nach sind die Anstiege gekommen und im Hochschwarzwald hat sich dann unser massiver Diätfehler gerächt, bei mir zumindest. Man kann zum Frühstück einfach nicht genug fressen, dass man dann den Rest des Tages mit zwei Müsli Riegel durchkomnt.

Frühstücksbuffet. Die croissants waren nach mir weg
Mittagessen, jeder zwei Riegel und ein Fanta

Bei weiteren Stops nur Wasser geholt weil gegessen hab’ ich ja eh so viel. Irgendwo im Hochschwarzwald hats noch Haribo Zeugs gegeben, kurz vor Freiburg bei meinem letzten Einbruch haben wir dann keine klassischen Kohlehydrate mehr gehabt, nur mehr Pistazien und Isostar Tabletten. NAM.

Freiburg
Untere Tivolistrasse

Freiburg ist eigentlich schön, sehr grün, Fluss durch, Berge in der Nähe, Architektur wie in Frankreich. Beherbergt hat uns der Korl, großes Haus, er wohnt im Dachgeschoss, die restlichen Leute im Haus sind aber angeblich ein bisschen seltsam. Unsere Räder haben wir im Keller abgestellt, beim aufladen meiner Pedale steht dann die Hausbesitzerin im Bademantel vor mir und fragt mich ob die Räder zu mir gehören. Sie muss nämlich vielleicht irgendwann einmal zu diesem superwichtigen Kasten an dem die Räder lehnen. Ich verspreche ihr die Räder sind morgen früh weg, darauf fragt sie ob ich mich mit Waschmaschinen auskenne. Ok ich glaubs jetzt, der Korl hat hier sicher viel erlebt in den letzten 10 Jahren.

Dachgeschoss-Korl
Kmiatlich!
Echtes Essen
Und noch ein paar leere Kalorien
Insgesamt anstrengender erster Tag mit massivem Diätfehler

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